„Der rasende Roland“ als Motiv in der Literatur- und Musikgeschichte
Literarisches Konzert von und mit Uwe Schweikert
Mitglieder der LAUTTEN COMPAGNEY Berlin
Birgit Schnurpfeil, Kristina Gerlach, Violine
Gundula Beyer-Rauterberg, Viola
Ulrike Becker, Violoncello
Andreas Nachtsheim, Laute
DAS PROGRAMM
Jörg Lichtenstein liest ausgewählte Passagen aus dem Versepos Der rasende Roland von Ludovico Ariosto in der deutschen Übersetzung von Johann Diederich Gries
Dazwischen erklingen Arien aus den drei Ariosto-Opern Georg Friedrich Händels:
„Verdi prati“
Arie des Ruggiero aus dem 2. Akt der Oper Alcina HWV 34
„Scherza, infida“
Arie des Ariodante aus dem 2. Akt der Oper Ariodante HWV 33
„Ah! Stigie larve“
Schlussszene des Orlando aus dem 2. Akt der Oper Orlando HWV 31
„Già l’ebro mio ciglio“
Arioso des Orlando aus dem 3. Akt der Oper Orlando HWV 31
Aufführungsmaterial: Hallischen Händel-Ausgabe
KÜNSTLERBIOGRAFIEN
Luciana Mancini, Schülerin von Rita Dams, Jill Feldman, Michael Chance, Peter
Kooij und Diane Forlano schloss ihren Bachelor im Fach Alte Musik im Jahr 2007 am Königlichen
Konservatorium Den Haag ab. Momentan setzt sie ihre Studien im Master-Programm fort.
Unter der Leitung von Jean Tubery wirkte sie in verschiedenen Projekten im Choeur de Chambre
De Namur. Mehrmals arbeitete sie zusammen mit dem Ensemble L' Arpeggiata in Produktionen wie La
Rappressentatione di Anima e di Corpo von Emilio de Cavalieri bei den Festivals für Alte Musik in
Brügge, Festival De Música Sacra in Cuenca und Festival de Semana Santa in Valladolid sowie der
Vespro della Beata Vergine von Monteverdi in Poissy.
Sie sang Matilde in Händels Oper Lotario, Galatea in der Serenata Aci, Galatea e Polifemo
(CD-Aufnahme erschien 2008 bei Brilliant Classics) und Cleofe in La Resurrezione, beide
Produktionen mit dem Barockensemble Contrasto Armonico sowie 2007 und 2008 - Messaggera in
Monteverdis L´Orfeo mit dem Choeur de Chambre De Namur und dem Ensemble La Fenice unter Jean Tubery
auf. Mit diesen Ensembles nahm sie am Vantaa Barock Festival und am Festival Baroque de Pontoise
teil. Autritte in Bilbao und Warschau folgten.
Jörg Lichtenstein wurde 1960 in Rostock geboren und wuchs in einer Theaterfamilie
auf. Mit elf Jahren stand er auf der Bühne als Dritter Knabe in der Zauberflöte. Nach
dem Abitur arbeitete er als Regieassistent für Oper am Volkstheater Rostock und begann 1980
das Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig.
In Leipzig fand er auch sein erstes Engagement und spielte innerhalb von elf Jahren die
verschiedensten Rollen vom Ferdinand in Kabale und Liebe über den Treplew in der Möwe bis hin zu
Ausflügen ins Tanztheater wie in McMozart's von Irina Pauls.
!995 wechselte Jörg Lichtenstein ans Schauspielhaus Graz, wo er u. a. die Titelrollen in
Tartuffe und Dantons Tod spielte und, wie schon zuvor in Leipzig, an der Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst Graz unterrichtete. 1999 inszenierte er am Grazer Opernhaus eine eigene Fassung
von Mozarts Zauberflöte.
Es folgten Engagements am Staatsschauspiel Hannover, am Thalia Theater Hamburg und im
Schauspiel Köln. 2004 gastierte er bei den Salzburger Festspielen in Heimat, deine Sterne als
Schauspieler, Sänger und Instrumentalist (Mandoline, Gitarre, Bassgitarre).
Sein jetziges Engagement als Schauspieler und Studioleiter am neuen theater Halle
begann 2005. Jörg Lichtenstein betreut die Ausbildung von Schauspielstudenten der Hochschule
für Musik und Theater Leipzig am Studio Halle und spielt in Inszenierungen von Claudia Bauer,
Christoph Werner und Herbert Fritsch Rollen wie George in Wer hat Angst vor Virginia Woolf sowie
die Titelrollen in Goethes Faust und Shakespeares Macbeth.
Mit der Inszenierung Paul Binnerts Allein das Meer gastierte er beim Theatertreffen 2006 in
Berlin. Als Gast spielt er am Stuttgarter Staatsschauspiel den Präsidenten in Kabale und
Liebe.
Uwe Schweikert, geb. 1941, studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Geschichte
und promovierte 1969 über Jean Pauls Spätwerk. Von 1971 bis 2003 war er als Lektor im Metzler
Verlag Stuttgart tätig, wo er von 1991 bis 2003 das Musikbuchprogramm aufbaute und betreute.
Daneben war er vielfältig als Autor, Herausgeber sowie als Literatur- und Musikpublizist für
Rundfunk, Theater und zahlreiche Printmedien tätig. Er war Mitherausgeber u. a. des Gesamtwerks von
Rahel Varnhagen (Matthes & Seitz Verlag), Ludwig Tieck (Deutscher Klassiker Verlag) und Hans
Henny Jahnn (Hoffmann & Campe Verlag) sowie, zusammen mit Anselm Gerhard, des Verdi-Handbuchs
(Metzler/Bärenreiter). Seit 1991 ist er Juror für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, seit
2003 regelmäßiger Mitarbeiter der Zeitschrift Opernwelt und hat Lehraufträge an den Universitäten
Hamburg, Stuttgart und Zürich.
Karten: 20 €


