Samstag, 5. Juni 2010 19:30 Marktkirche zu Halle

Messiah HWV 56

Oratorium von Georg Friedrich Händel


Das berühmte „Halleluja“ steht stellvertretend für eines der bedeutendsten Werke der Musikgeschichte: Händels Oratorium The Messiah. Händel verband die strenge mitteldeutsche Polyphonie mit der wirkungsvollen Finesse der italienischen Opern und erreichte mit seinen kompositorischen Mitteln und dem Einsatz bereits früher erfolgreicher Duette und Arien aus seinem Œuvre allergrößte Wirkung. Die Uraufführung des Messiah fand am 13. April 1742 in Dublin statt. Mit dem berühmten Tölzer Knabenchor und dem auf Barockmusik spezialisierten Ensemble l’arte del mondo wird Händels Klassiker in Halle authentisch erklingen.
toelzer

Tölzer Knabenchor
Einstudierung: Gerhard Schmidt-Gaden

Das Ensemble L’ arte del mondo, 2004 vom künstlerischen Leiter Werner Ehrhardt gegründet, steht für Kreation, Entwicklung und Umsetzung unterschiedlichster Musikprojekte. Dabei kommt der historischen Aufführungspraxis und dem Klangreichtum alter Instrumente eine zentrale Rolle zu. In dieser Rückbesinnung auf die Musiktradition sieht das Ensemble eine ideale Basis auch dafür, gegebenenfalls neue Wege über die Klassik hinaus auf modernen Instrumenten zu beschreiten, bis hin zu Kooperationen im Bereich des Jazz.
Schon bald nach der Gründung folgten Einladungen zu renommieren Festivals wie den Ludwigsburger Schlossfestspielen, Schwetzinger Festspielen und dem Bonner Beethovenfest, zu den Konzerten ins Konzerthaus Berlin, in die Tonhalle Düsseldorf oder in die  Cité de la musique in Paris sowie zu Kooperationen mit dem WDR und dem Deutschlandfunk. Das CD-Label Capriccio dokumentiert das breit gefächerte Repertoire dieses Ensembles, wozu    Weltpremieren und Wiederentdeckungen sowohl im Bereich Instrumentalmusik als auch in Oper und Oratorium zählen. So wurde die Einspielung der Opéra comique L’Irato ou l’Emporté von Etienne Nicolas Méhul im Oktober 2006 mit dem renommierten französischen Diapason ausgezeichnet. 2008 erschienen beim  Label Phoenix Edition eine Auswahl weltlicher Kantaten von Joseph Martin Kraus (mit Simone Kermes) sowie dessen die Schauspielmusik zu Amphytrion. Im gleichen Jahr kamen Weihnachtskantaten aus Assisi (mit Ruth Ziesak, Ingeborg Danz und Reinhold Friedrich) heraus. Die vielfältigen Projekte führten das Ensemble ferner mit Künstlern wie Daniel Hope, Reinhold Friedrich, Florin Cezar Ouatu, Ahmet Özhan und Uri Caine zusammen.
Der aus Köln stammende Dirigent Werner Ehrhardt ist als Orchesterleiter Gast auf internationalen Bühnen. Er erhielt seine Ausbildung in historischer Aufführungspraxis bei Prof. Franz-Josef Maier in Köln und Sigiswald Kuijken in Brüssel sowie im Dirigat bei Prof. Bloemeke in Detmold. Ein ausgeprägtes Interesse an den unterschiedlichen Zugängen zur Musik führten ihn zu weiteren intensiven Studien bei den Pädagogen Kato Havas in Oxford und Prof. Renate Peter in Köln.
Werner Ehrhardt leitete 1985-2005 das Kammerorchester Concerto Köln, 2004 gründete er das ensemble l’arte del mondo und wandte sich nun auch den traditionellen Orchestern zu. Seither gastierte er bei zahlreichen internationalen Opern-, Sinfonie- und Kammerorchestern wie dem Staatsopernorchester Stuttgart, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Berner Sinfonieorchester, den Hamburger Sinfonikern, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Deutschen Kammerakademie Neuss, dem Orchestre de Chambre de Genève oder Capriccio Basel.
Er arbeitete mit Solisten wie Magdalena Kožená, Barbara Hendricks, Christine Schäfer, Eva Mei, Andreas Scholl, Olli Mustonen, Christiane Oelze, Xavier de Maistre, Daniel Hope und Viktoria Mullova zusammen.

Werner Ehrhardt steht für eine eigenständige, historisch informierte Interpretation von orchestralen und vokalen Werken. Im Bereich Oper, Oratorium und konzertant-sinfonischem Repertoire sind unter seiner Leitung über 40 CD-Aufnahmen entstanden, die vielfach mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Unter den Einspielungen finden sich etliche Wiederentdeckungen vergessener Komponisten.

Im Oktober 2007 erhielt Werner Ehrhardt mit Concerto Köln einen Echo Klassik Preis in der Kategorie Alte Musik für die Aufnahme Il divino boemo von Josef Myslivevek

Karten: 50, 40, 20 €


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