Orlando: Owen Willetts
Angelica, Königin von Catai: Marie Friederike Schöder
Medoro, ein afrikanischer Prinz: Dmitry Egorov
Dorinda, eine Schäferin: Sophie Klußmann
Zoroastro, ein Zauberer: Christoph Stegemann
Zwei Performer von NICO AND THE NAVIGATORS: Miyoko Urayama , Patric Schott
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Unbekannter Librettist
Das Libretto basiert auf einem Text von Carlo Sigismondo Capece nach Ludovico Ariost
Mit der Oper Orlando ist die „musikalisch herrlichste aller Händel-Opern“ überhaupt (Winton
Dean) in einer Neuproduktion zu erleben. Die Zauberoper, deren textliche Grundlage das Epos Orlando
furioso von Ludovico Ariost bildet, ist ein Meisterwerk des Hallenser Komponisten und bringt
Orlandos Liebeswahn wirkungsvoll auf die Bühne. Die Uraufführung fand in Anwesenheit der Königin am
27. Januar 1733 im Londoner King’s Theatre statt. Händels Vertonung begründete in Halle 1922 die
Händel-Festspieltradition.
Eine seiner letzten »Zauberopern« und zudem ein Meisterwerk ist Händels »Orlando«, übrigens
seine erste Oper, die in Halle inszeniert wurde. Das war 1922 und man nannte sie nicht ganz zu
Unrecht »Orlandos Liebeswahn«. Liebeswahn … Welcher Mann würde heute noch wahnsinnig, weil ihn die
Angebetete nicht erhört? Das scheint, als Männer noch Ritter und Helden waren, sehr wohl möglich
gewesen zu sein. Wenn, wie bei Ritter Orlando und der chinesischen Prinzessin Angelica, die Schöne
einen anderen vorzieht, sitzt auch in einem Helden, der den Korb erhalten hat, die Kränkung tief.
Sie sitzt noch tiefer, wenn der Rivale aus Afrika kommt. Übergroß wie Orlandos Liebe und seine
Heldentaten ist nun sein Wahnsinn. Rasend und fürchterlich wütet er gegen sich selbst, gegen
Angelica und gegen deren Geliebten Medoro. Wäre da nicht ein weiser Magier, der ihn wieder zur
Vernunft und alle Beteiligten zur Einsicht bringt, dass es besser sein kann, den Gefühlen nicht
freien Lauf zu lassen, nähme es kein gutes Ende.
Karten: 60, 45, 30 €


