Freitag, 4. Juni 2010 19:00 Oper Halle

Orlando HWV 31 (Premiere)

Oper von Georg Friedrich Händel


Oper Halle

Orlando: Owen Willetts
Angelica, Königin von Catai: Marie Friederike Schöder
Medoro, ein afrikanischer Prinz: Dmitry Egorov
Dorinda, eine Schäferin: Sophie Klußmann
Zoroastro, ein Zauberer: Christoph Stegemann
Zwei Performer von NICO AND THE NAVIGATORS: Miyoko Urayama , Patric Schott

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Unbekannter Librettist
Das Libretto basiert auf einem Text von Carlo Sigismondo Capece nach Ludovico Ariost


Mit der Oper Orlando ist die „musikalisch herrlichste aller Händel-Opern“ überhaupt (Winton Dean) in einer Neuproduktion zu erleben. Die Zauberoper, deren textliche Grundlage das Epos Orlando furioso von Ludovico Ariost bildet, ist ein Meisterwerk des Hallenser Komponisten und bringt Orlandos Liebeswahn wirkungsvoll auf die Bühne. Die Uraufführung fand in Anwesenheit der Königin am 27. Januar 1733 im Londoner King’s Theatre statt. Händels Vertonung begründete in Halle 1922 die Händel-Festspieltradition. 

Eine seiner letzten »Zauberopern« und zudem ein Meisterwerk ist Händels »Orlando«, übrigens seine erste Oper, die in Halle inszeniert wurde. Das war 1922 und man nannte sie nicht ganz zu Unrecht »Orlandos Liebeswahn«. Liebeswahn … Welcher Mann würde heute noch wahnsinnig, weil ihn die Angebetete nicht erhört? Das scheint, als Männer noch Ritter und Helden waren, sehr wohl möglich gewesen zu sein. Wenn, wie bei Ritter Orlando und der chinesischen Prinzessin Angelica, die Schöne einen anderen vorzieht, sitzt auch in einem Helden, der den Korb erhalten hat, die Kränkung tief. Sie sitzt noch tiefer, wenn der Rivale aus Afrika kommt. Übergroß wie Orlandos Liebe und seine Heldentaten ist nun sein Wahnsinn. Rasend und fürchterlich wütet er gegen sich selbst, gegen Angelica und gegen deren Geliebten Medoro. Wäre da nicht ein weiser Magier, der ihn wieder zur Vernunft und alle Beteiligten zur Einsicht bringt, dass es besser sein kann, den Gefühlen nicht freien Lauf zu lassen, nähme es kein gutes Ende.

Karten: 60, 45, 30 €


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